Neue Beutel und Auszeichnung

 

Pünktlich zum Start des neuen Ausbildungsjahres geht die Berlinweite Aktion „Handeln statt wegsehen“ in eine neue Runde. Die Kampagne ermutigt Betriebe und Unternehmer/innen, sich im Arbeitsalltag gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu engagieren.

Bereits im Jahr 2008 haben sich der Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V., der ver.di-Bezirk Berlin und der Deutsche Gewerkschaftsbund Bezirk Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) zusammengeschlossen, um sich mit „Handeln statt wegsehen“ im beruflichen Alltag gegen Diskriminierung zu positionieren. Seither wächst die Zahl der Partnerinnen und Partner des Projekts stetig.

Bei der Pressekonferenz wurde erstmals die neuen kostenlosen Stoffbeutel mit Informationsmaterial zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung an Auszubildende von Kaufhof verteilt.

„Rassismus kommt nicht in die Tüte“, ist die klare Botschaft auf 2000 Jutebeuteln, gefüllt mit Infomaterial, die seit Mittwoch an große Berliner Betriebe und Verbände, aber auch an Einzelhändler, Kioske und kleine Geschäfte verteilt werden. Hinter der Aktion stehen Berliner Unternehmen und Gewerkschaften, die sich für eine deutliche Positionierung im beruflichen Alltag gegen Diskriminierung und Rassismus einsetzen.

„Wir Demokratinnen und Demokraten müssen immer wieder deutlich machen, dass Rassismus und Menschenverachtung bei uns keinen Platz haben“, sagte Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen am Mittwoch in der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz. „Wir werden den Rassisten und Nationalisten keinen Zentimeter dieser Stadt überlassen.“

Die Initiative „Handeln statt wegsehen“ setzt zum einen auf Aufklärung, zum anderen bietet sie konkrete Handlungsempfehlungen und Möglichkeiten zur Positionierung an. So können interessierte Unternehmen kostenlose Qualifizierungsmaßnahmen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) für ihre Mitarbeiter/innen buchen. Als Auszeichnung für ihr Engagement, erhalten die beteiligten Firmen – wie jetzt Kaufhof – das Kodex-Schild der Kampagne, um es deutlich sichtbar am Gebäude anzubringen.
Im Beutel findet sich unter anderem eine Broschüre zu rechtsextremen Codes und Symbolen, Tipps zum eigenen Handeln im Betrieb, betriebsrechtliche Möglichkeiten, der Katalog mit Fortbildungsangeboten der MBR sowie eine DVD mit einer RBB-Reportage über die Berliner Neonazi-Szene. Mit dem Aufkleber „Hausverbot für Rassismus“ können auch kleine Geschäfte direkt im Schaufenster ein Zeichen setzen.