Starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus: „Zentrum Schöneweide“ wird neuer Partner

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Die Initiative Handeln statt wegsehen hat mit dem Einkaufscenter Zentrum Schöneweide eine Kooperation vereinbart. Ab sofort enthalten die Mietverträge des Centers Klauseln, die die Nutzung der Räume für rassistische, antisemitische und rechtsextreme Zwecke untersagen. Auch der Verkauf von Produkten, Modemarken oder Accessoires, die die Öffentlichkeit mit einem Bezug zur rechtsextremen Szene wahrnimmt,ist damit ausgeschlossen. Dies gaben Centermanager Stefan Kollar und Nils Busch-Petersen vom Handelsverband Berlin-Brandenburg heute bekannt.

Diese Zusammenarbeit haben die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, und der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel, initiiert. Bereits im Jahr 2013 hatten zwei der größten Berliner Wohnungsbaugesellschaften degewo und STADT UND LAND eine Kooperationsvereinbarung mit dem „Berliner Beirat für Schöneweide“ unterzeichnet und spezielle Klauseln gegen rechtsextreme Mieter in ihre Gewerbemietverträge aufgenommen.

Im Anschluss an die Pressekonferenz wurden kostenlose Stoffbeutel mit dem Slogan „Rassismus kommt nicht in die Tüte“ und Informationsmaterial zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung im Zentrum Schöneweide verteilt.

Anschließend brachten Vertreter der Initiative und das Management des Zentrum Schöneweidegemeinsam mit der Senatorin Dilek Kolat (SPD) das Kampagnen-Schild mit dem Kodex gegen Diskriminierung im Eingangsbereich des Zentrums an.

Senatorin Dilek Kolat sagte zur Aktion: „Ich bin sehr froh, dass es in Berlin sehr viele Menschen und ihre Initiativen gibt, die für Weltoffenheit und gegen Diskriminierung und Gewalt Position beziehen. Die Initiative ‚Handeln statt Wegsehen‘ setzt sich eindrucksvoll mit Menschenverachtung im innerbetrieblichen Rahmen und der öffentlichen Positionierung auch außerhalb des Betriebs auseinander. Das ist Engagement für unsere Gesellschaft mit Vorbildcharakter. Ich wünsche mir von den Bürgerinnen und Bürgern im Privaten wie am Arbeitsplatz Zivilcourage und den Mut, jenen Grenzen zu setzen, die andere Menschen nicht achten.“

Oliver Igel erklärt: „Der Rechtsextremismus in Schöneweide ist in der Defensive. Damit das so bleibt, müssen langfristige und verbindliche Kooperationen geschaffen werden. Ich denke, die Partnerschaft zwischen Centermanagement und der Kampagne 'Handeln statt wegsehen' ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.“

Nils Busch-Petersen macht deutlich: „Der Handel verbindet Menschen, Völker und Kontinente. Für Intoleranz und Rassismus ist hier kein Platz.“

Centermanager Stefan Kollar sagt klar: „Das gesamte Zentrum Schöneweide, vertreten durch die BNP Paribas Real Estate GmbH, setzt sich für ein demokratisches Miteinander und gegen Rechtsextremismus ein und möchte das auch deutlich machen. Ich freue mich, dass es Menschen und Kampagnen wie diese gibt, die demokratisches Engagement stärken.“

Ermöglicht hat die aktuelle Kooperation der „Berliner Beirat für Schöneweide“, der sich seit 2013 für ein demokratisches Miteinander und gegen Rechtsextremismus und Rassismus im Bezirk einsetzt. Der Berliner Ortsteil Schöneweide hat seit einigen Jahren ein deutliches Potential für organisierte Rechtsextreme. Jahrelang bildeten von Rechtsextremen betriebene oder frequentierte Gewerberäume wichtige Szene-Treffpunkte.

 

Aktionen in der Weihnachtszeit

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Mo Asumang und Doro Zinke

Der Auftritt von Mo Asumang war Teil eines Abends für Mitglieder des Netzwerks und befreundete Personen und Organisationen, um über den aktuellen Stand der Initiative zu informieren und neue Aktionen zu planen.

Zur Weihnachtszeit will „Handeln statt wegsehen“ wieder hunderte kostenlose Beutel mit dem Aufdruck „Rassismus kommt nicht in die Tüte“ an Gewerbetreibende und Kunden in Berlin verteilen.

„Alle gesellschaftlichen Kräfte müssen sich engagieren, wenn wirkungsvoll gegen Rassismus und Menschenverachtung vorgegangen werden soll“, sagte Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, die die Initiative ebenfalls schon seit längerem unterstützt. „Die Kooperation des Handelsverbands und ver.di mit der von meiner Verwaltung geförderten Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) ist ein gutes Beispiel dafür. Alle Berliner Unternehmen sind eingeladen daran mitzuwirken, egal ob es sich um den großen Energieanbieter oder den kleinen Zeitungsladen handelt.

Die komplette Presseinformation zum Download

Berlin gegen Nazis

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Heute wurde die neue Mobilisierungsplattform Berlin-gegen-Nazis.de offiziell vorgestellt.

Bunter, größer und in der gesamten Stadt sichtbar – so sollen in Zukunft Proteste gegen Neonazis und Rassismus in Berlin aussehen. Die vom Senat geförderte Online-Plattform Berlin-gegen-Nazis.de vernetzt starke Partner aus Wirtschaft, Kultur und Sport sowie Migrantenselbstorganisationen und Gewerkschaften für gemeinsame Protestaktionen. Das bundesweit einmalige Projekt dient gleichzeitig als Informationspool, Mobilisierungskette und Servicestelle gegen Rechtsextremismus. Droht eine rechtsextreme Großveranstaltung, werden mit Hilfe der Partner innerhalb kürzester Zeit hundertausende Menschen mit den nötigen Informationen versorgt.

Viele der Partner der Initiative" Handeln statt wegsehen" haben sich bereits dem Projekt angeschlossen, u.a. ver.di, hbb und Vattenfall.

Vattenfall will handeln statt wegsehen

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Die Initiative „Handeln statt wegsehen“ hat mit Vattenfall einen neuen Partner gewonnen.

Die ersten Qualifizierungsmaßnahmen für Auszubildende und Ausbilder/innen des Unternehmens haben bereits stattgefunden. Im aktuellen Firmen-Newsletter spricht VDK-Geschäftsführerin Bianca Klose über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Vattenfall.

Frau Klose, warum gibt es den Verein für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) und welche Aufgabe hat er?
Der VDK unterstützt gezielt Engagement für Demokratie im Alltag. Unser wichtigstes Projekt ist die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR). Sie berät alle Menschen, die Probleme mit Neonazis, Antisemitismus oder Rassismus haben, egal, ob in Kreuzberg oder Lichtenberg. Wir helfen, passgenaue Handlungsstrategien zu finden, leisten Aufklärungsarbeit mit Broschüren und Workshops. Entscheidend ist, dass wir für jeden Möglichkeiten des Engagements aufzeigen. Jeder kann sich auf seine Weise ganz unterschiedlich einbringen.

Wie wichtig ist Ihnen dabei das Engagement von Vattenfall?
Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sind Probleme, die alle Menschen in der Stadt angehen. Wenn große Unternehmen sich eindeutig positionieren, übernehmen sie für das Zusammenleben in der Stadt Verantwortung. Das ist ein ganz wichtiges Signal. Die Sensibilisierung für das Thema bei den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollte dabei immer der erste Schritt sein.

Wie arbeiten Vattenfall und der Verein dabei zusammen?
Vattenfall will sich stärker gegen Rechtsextremismus engagieren und ist an uns herangetreten. Ausbilder und Auszubildende des Unternehmens wurden von uns daraufhin zum Thema in Workshops fortgebildet. Vattenfall beteiligt sich auch an der Kampagne unserer Initiative „Handeln statt wegsehen“. Hier arbeitet unter anderem der Handelsverband Berlin-Brandenburg mit den Gewerkschaften Hand in Hand gegen Rassismus in den Unternehmen.

Neue Beutel und Auszeichnung

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Pünktlich zum Start des neuen Ausbildungsjahres geht die Berlinweite Aktion „Handeln statt wegsehen“ in eine neue Runde. Die Kampagne ermutigt Betriebe und Unternehmer/innen, sich im Arbeitsalltag gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu engagieren.

Bereits im Jahr 2008 haben sich der Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V., der ver.di-Bezirk Berlin und der Deutsche Gewerkschaftsbund Bezirk Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) zusammengeschlossen, um sich mit „Handeln statt wegsehen“ im beruflichen Alltag gegen Diskriminierung zu positionieren. Seither wächst die Zahl der Partnerinnen und Partner des Projekts stetig.

Bei der Pressekonferenz wurde erstmals die neuen kostenlosen Stoffbeutel mit Informationsmaterial zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung an Auszubildende von Kaufhof verteilt.

„Rassismus kommt nicht in die Tüte“, ist die klare Botschaft auf 2000 Jutebeuteln, gefüllt mit Infomaterial, die seit Mittwoch an große Berliner Betriebe und Verbände, aber auch an Einzelhändler, Kioske und kleine Geschäfte verteilt werden. Hinter der Aktion stehen Berliner Unternehmen und Gewerkschaften, die sich für eine deutliche Positionierung im beruflichen Alltag gegen Diskriminierung und Rassismus einsetzen.

„Wir Demokratinnen und Demokraten müssen immer wieder deutlich machen, dass Rassismus und Menschenverachtung bei uns keinen Platz haben“, sagte Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen am Mittwoch in der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz. „Wir werden den Rassisten und Nationalisten keinen Zentimeter dieser Stadt überlassen.“

Die Initiative „Handeln statt wegsehen“ setzt zum einen auf Aufklärung, zum anderen bietet sie konkrete Handlungsempfehlungen und Möglichkeiten zur Positionierung an. So können interessierte Unternehmen kostenlose Qualifizierungsmaßnahmen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) für ihre Mitarbeiter/innen buchen. Als Auszeichnung für ihr Engagement, erhalten die beteiligten Firmen – wie jetzt Kaufhof – das Kodex-Schild der Kampagne, um es deutlich sichtbar am Gebäude anzubringen.
Im Beutel findet sich unter anderem eine Broschüre zu rechtsextremen Codes und Symbolen, Tipps zum eigenen Handeln im Betrieb, betriebsrechtliche Möglichkeiten, der Katalog mit Fortbildungsangeboten der MBR sowie eine DVD mit einer RBB-Reportage über die Berliner Neonazi-Szene. Mit dem Aufkleber „Hausverbot für Rassismus“ können auch kleine Geschäfte direkt im Schaufenster ein Zeichen setzen.